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Der Countdown läuft

(07.10.2017) Der Wahltermin rückt unsausweichlich näher, morgen wird abgestimmt. Deshalb haben sich die Kandidaten nochmal ordentlich ins Zeug gelegt. Im Schwabo - ganz dem unparteiischen Proporz verpflichtet - erschienen in dieser Woche zu jedem Kandidaten kleine - man möchte fast sagen - Homestories, quasi ein Blick über die Schulter der Bewerber beim Stimmenfang.

Ob Catrin Hils bei Hausbesuchen, Hubert Kogel hinter der Stickelschen Backtheke, Mark Prielipp auf Tour am Hochzeitstag oder Michael Jojade beim Blutspenden: es wird immer freundlich und unverbindlich berichtet, jeweils garniert mit kleinen Geschichten, die die Entscheidungsfindung des wissbegierigen Wählers zwar nicht unterstützen, aber ganz unterhaltsam daherkommen.

Mittlerweile hat auch Michael Jojade einen Flyer herausgebracht. Ganz in hellblau gehalten und vom Layout stark an ein Word-Dokument erinnernd, hat er es auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Zu finden sind darin seine grundlegenden persönlichen Daten, berufliche Stationen, eine Art Selbsteinschätzung, seine Motivation und seine Ziele. Dabei arbeitet er vorwiegend mit Aufzählungen, um möglichst viele Stichpunkte unterzubringen. Ein Portraitbild von ihm, ein angekreuztes Herz, ein angekreuzter Kreis sowie ein Facebook-Symbol sind die einzigen grafischen Elemente, der gesamte Text ist in weißer Farbe gehalten. Optisch vielleicht kein Kracher, aber aufgeräumt und übersichtlich. Das Dokument unterstreicht auf jeden Fall eine der von ihm genannten Fähigkeiten, nämlich Sparsamkeit. Schön auch, dass er konkrete Ziele angegeben hat, die er angehen möchte, auch wenn der ein oder andere Punkt eigentlich längeren Erklärungsbedarf hätte. Am Samstag Abend fand der vierseitige, auf angenehmem Glanzpapier gedruckte Prospekt schließlich auch noch den Weg vor die heimische Haustür, gleich in doppelter Ausführung, garniert sage und schreibe vier kleinen Tafeln Lindt-Schokolade. Mit diesem süßen Bestechungsversuch fällt es schwer, seine Stimme noch jemand anderem zu geben ... Notiz am Rande: Michael Jojade ist der einzige der vier Bewerber, der sich selbst wählen kann :-)

Jojade reimt sich auf Schokolade 
Ein kleines Präsent von Michael Jojade
 

Derweil war Catrin Hils weiterhin fleißig unterwegs, um die Wähler persönlich an der Haustür anzusprechen. Wieviele Wähler kann man so wohl erreichen? Wahrscheinlich über all die Tage ein Knochenjob, aber wie sie in ihrem Tagebuch schildert, mit ständig neuen Eindrücken und Anregungen. Kurz vor der Wahl hat sie sich dazu entschlossen, ihre Tagebucheinträge nicht mehr chronologisch auf-, sondern absteigend zu sortieren.

Mark Prielipp hat seine Infoveranstaltungen - ebenso wie Michael Jojade - inzwischen abgeschlossen. Auf Facebook gibt es einen neuen Eintrag, auch er war Blutspenden, offenbar nicht zum ersten Mal, aber als Premiere in Epfendorf. Samstag geht's noch zum Schnitzen der Rübengeister, dann sollte der Wahlkampf für ihn vorläufig beendet sein.

Dagegen reizt Hubert Kogel seine Möglichkeiten fast bis zur letzten Minute aus und veranstaltet am Samstag noch einen letzten Infoabend für Interessierte, die es bislang nicht geschafft haben, ihn genauer kennenzulernen. Zusätzlich hat er die Ortsteile mit seinem Konterfei verziert. Kaum ist die Bundestagswahl vorbei, lächelt uns also der nächste Kandidat vom Laternenpfahl entgegen:

Wahlplakat von Hubert Kogel
Wahlplakat von Hubert Kogel

Das soll's von dieser Seite zunächst gewesen sein. Ob sich am Sonntag bereits ein neuer Bürgermeister findet oder ob ein zweiter Wahlgang erforderlich ist, wird sich zeigen. Menschlich sympathisch scheinen ja alle vier zu sein und bemüht haben sie sich auf jeden Fall. Wer immer am Ende die Nase vorn haben wird: von dieser Stelle viel Glück, Erfolg und einen langen Atem bei der Ausübung des Bürgermeisteramts.

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